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Warum kein Karton in Altpapier?

Karton gehört nicht ins Altpapier, da es sich um ein dickeres Material mit anderen Recyclinganforderungen handelt. Während Altpapier dünne Papiersorten umfasst, benötigt Karton spezielle Sortier- und Recyclingverfahren. In Deutschland wird Karton in der blauen Tonne zusammen mit Papier gesammelt, in den Sortieranlagen jedoch getrennt verarbeitet. Die korrekte Trennung ist wichtig für effiziente Recyclingprozesse und die Einhaltung der gesetzlichen Recyclingquoten.

Was ist der Unterschied zwischen Karton und Altpapier?

Karton und Altpapier unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Materialstärke und Zusammensetzung. Altpapier umfasst dünne Papiersorten wie Zeitungen, Zeitschriften, Büropapier und Broschüren mit einer Stärke von meist unter 0,5 Millimetern. Karton hingegen ist deutlich dicker und stabiler, oft zwischen 0,5 und 3 Millimetern stark.

Die Herstellung von Karton erfolgt durch mehrlagiges Verkleben von Papierschichten oder durch spezielle Pressverfahren. Das macht das Material widerstandsfähiger, aber auch schwerer recycelbar als normales Papier. Während Altpapier hauptsächlich aus kurzen Papierfasern besteht, enthält Karton oft längere Fasern für zusätzliche Stabilität.

Die verschiedenen Papierarten werden nach ihrer Grammatur klassifiziert: Papier bis 150 g/m², Karton zwischen 150 und 600 g/m² und Pappe über 600 g/m². Diese Unterscheidung ist wichtig für die richtige Entsorgung und das Recycling.

Warum gehört Karton nicht in die Altpapiersammlung?

Karton benötigt andere Recyclingverfahren als normales Altpapier, weshalb in den Sortieranlagen eine getrennte Verarbeitung erforderlich ist. Dickere Materialien können Maschinen, die auf dünnes Papier ausgelegt sind, verstopfen oder beschädigen. Außerdem erfordern Karton und Pappe höhere Temperaturen und längere Aufweichzeiten im Recyclingprozess.

In Deutschland sammelt das duale System Karton zwar in der blauen Tonne zusammen mit Papier, die Sortieranlagen trennen beide Materialtypen jedoch für unterschiedliche Recyclingwege. Diese Trennung ist notwendig, um die gesetzlich vorgeschriebenen Recyclingquoten zu erreichen, die seit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes 2019 deutlich verschärft wurden.

Die Qualitätsanforderungen für recyceltes Papier sind sehr hoch. Wenn Karton mit normalem Altpapier vermischt wird, kann dies die Qualität des recycelten Materials beeinträchtigen und zu Problemen in der Papierproduktion führen. Moderne Sortieranlagen verwenden optische Sensoren und Luftstromtechnik, um verschiedene Papiersorten automatisch zu trennen.

Wo entsorge ich Karton und Pappe richtig?

Karton und Pappe gehören in Deutschland in die blaue Tonne oder den blauen Container für Papier und Karton. Diese Sammlung erfolgt getrennt vom restlichen Hausmüll und ermöglicht das Recycling der Materialien. Vor der Entsorgung sollten Sie einige wichtige Schritte beachten.

Vorbereitung zur Entsorgung:

  • Entfernen Sie alle Klebereste, Metallklammern und Plastikteile.
  • Falten oder zerkleinern Sie große Kartons, um Platz im Container zu sparen.
  • Achten Sie darauf, dass der Karton trocken ist.
  • Entfernen Sie Adressetiketten und Klebebänder vollständig.

Verschiedene Entsorgungswege stehen zur Verfügung: die haushaltsnahe Sammlung über die blaue Tonne, öffentliche Sammelcontainer in Wohngebieten, Wertstoffhöfe für größere Mengen sowie bei manchen Einzelhändlern. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über die spezifischen Sammelzeiten und -orte.

Bei größeren Mengen, wie sie in Büros anfallen, können Sie zusätzliche Container bestellen oder direkt zum Wertstoffhof fahren.

Welche Arten von Karton gibt es, und wie werden sie entsorgt?

Es gibt verschiedene Kartonarten mit unterschiedlichen Entsorgungsanforderungen. Wellpappe ist die häufigste Form und besteht aus einer gewellten Mittelschicht zwischen zwei glatten Deckschichten. Sie lässt sich problemlos recyceln und gehört in die blaue Tonne.

Die wichtigsten Kartonarten im Überblick:

  1. Wellpappe (Versandkartons, Umzugskartons) – normale Papiersammlung
  2. Vollpappe (dicke, massive Kartons) – normale Papiersammlung
  3. Beschichteter Karton (wachs- oder kunststoffbeschichtet) – oft Restmüll
  4. Getränkekartons (Tetra Pak) – gelbe Tonne oder Wertstoffcontainer
  5. Pizzakartons (verschmutzt) – Restmüll wegen Fettresten

Sonderfälle erfordern besondere Aufmerksamkeit: Kartons mit Wachsbeschichtung oder Kunststoffanteilen gehören nicht ins Altpapier. Auch stark verschmutzte Kartons, etwa fettige Pizzaverpackungen, müssen über den Restmüll entsorgt werden, da sie den Recyclingprozess stören.

Was passiert mit falsch entsorgtem Karton im Altpapier?

Falsch entsorgter Karton im normalen Altpapier führt zu erheblichen Problemen in den Recyclinganlagen. Die Sortiermaschinen müssen zusätzliche Trennvorgänge durchführen, was die Verarbeitungskosten erhöht und die Effizienz reduziert. Das kann zu höheren Gebühren für die Abfallentsorgung führen.

In den Sortieranlagen entstehen konkrete Probleme: Die optischen Sensoren müssen mehr Materialien unterscheiden, was zu langsameren Verarbeitungsgeschwindigkeiten führt. Verschmutzter oder beschichteter Karton kann ganze Chargen recycelten Papiers unbrauchbar machen, was zu Qualitätsverlust und Materialverschwendung führt.

Die Umweltauswirkungen sind beträchtlich: Fehlsortierungen führen dazu, dass wertvolle Rohstoffe verbrannt statt recycelt werden. Deutschland hat strenge Recyclingquoten eingeführt, die nur durch korrekte Mülltrennung erreicht werden können. Wiederholte Verstöße gegen die Trennungsregeln können sogar zu Bußgeldern führen.

Die Qualität des recycelten Papiers leidet erheblich, wenn verschiedene Materialien vermischt werden. Das macht das Endprodukt weniger wertvoll und kann dazu führen, dass mehr neue Rohstoffe benötigt werden.

Wie erkenne ich, ob Material ins Altpapier oder zur Pappe gehört?

Die Unterscheidung zwischen Altpapier und Karton gelingt mit einfachen Tests. Der Dicke-Test ist am einfachsten: Alles, was dicker als eine normale Postkarte ist, gehört zum Karton. Normales Büroaltpapier lässt sich leicht zwischen den Fingern zusammendrücken, während Karton widerstandsfähiger ist.

Praktische Erkennungsmerkmale für den Büroalltag:

  • Zeitungen, Zeitschriften, Kopierpapier → Altpapier
  • Versandkartons, Schuhkartons, Cornflakes-Packungen → Karton
  • Broschüren, Kataloge, Telefonbücher → Altpapier
  • Wellpappe, Geschenkkartons → Karton

Bei Zweifelsfällen hilft der Biegetest: Lässt sich das Material leicht falten wie normales Papier, gehört es ins Altpapier. Federt es zurück oder bricht beim Falten, handelt es sich um Karton. Beschichtete Materialien erkennen Sie oft an einer glänzenden Oberfläche oder an wasserabweisenden Eigenschaften.

Getränkekartons sind ein Sonderfall: Obwohl sie wie Karton aussehen, gehören sie wegen ihrer Kunststoff- und Aluminiumschichten in die gelbe Tonne, nicht in die Papiersammlung.

Wie BINBIN bei der korrekten Abfalltrennung hilft

BINBIN bietet modulare Abfalltrennungssysteme, die speziell für die Anforderungen moderner Büros entwickelt wurden. Unsere Globular-Serie ermöglicht es, 1 bis 8 verschiedene Abfallströme effizient zu trennen, einschließlich der wichtigen Unterscheidung zwischen Altpapier und Karton.

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Unsere Systeme helfen dabei, die gesetzlichen Anforderungen zur Abfalltrennung zu erfüllen und gleichzeitig die Recyclingquoten zu verbessern. Die klare Trennung von Papierarten reduziert Kontamination und unterstützt effiziente Recyclingprozesse. Durch die modulare Bauweise können Sie das System an veränderte Bürobedürfnisse anpassen.

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